Sofa

aus dem arabischen "ßuffa", im Schwedischen entsprechend "soffa", eine Ruhebank, alternativ auch Couch (aus dem englischen) oder Kanapee (von französisch canapé) oder Diwan (arabisches Wort für "Amtszimmer", vom Verb dawwana - "niederschreiben") ist ein gepolstertes Sitz- und Liege-Möbelstück.
Das Wort "Sofa" ist erst Ende des 17. Jahrhunderts in unseren Sprachgebrauch übergegangen. Heute versteht man darunter ein vollgepolstertes, bequemes, zwei- oder mehrsitziges Möbel mit Arm- und Rückenlehnen in vielen Ausführungen.
Damit das Sofa bequem ist, müssen Sitztiefe, -breite und -höhe im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Die Sitztiefe beträgt zwischen 50 und 56 cm, die Sitzhöhe zwischen 38 und 46 cm und die Sitzbreite zwischen 50 und 56 cm, die Armlehnenhöhe liegt zwischen 58 und 63 cm.
Für die Rückenlehne gilt: hoher Rücken, steiler Winkel, niedriger Rücken, flacher Winkel. Damit man bequem aufstehen kann, sollte das Sitzgefälle eines Polstermöbels (die Höhendifferenz zwischen der Vorderkante eines Sitzes bis zur Rückenlehne) nicht größer als 3 bis 5 cm sein.

Ausschlaggebend für optimalen Sitzkomfort ist die Qualität des Polsteraufbaus. Das Fundament, der Grundrahmen in Holz oder Metall ist meistens Bestandteil des Polstergestells. Dieser Tragrahmen nimmt die Grundfederung auf.
Für die Unterfederung werden meistens Stahlwellenfedern, Federkern oder Elastikgurte verwendet. Eine Stahlwellenunterfederung besteht aus wellenartig geformten Stahldraht, der leicht gewölbt in den Sitzrahmen gespannt wird. Elastikgurte werden aus unterschiedlichen Materialien hergestellt und bilden im Sitzgestell eine gerade Fläche. Im Gegensatz zur Stahlwellenunterfederung haben sie einen geringen Federweg. Unterfederungen werden mit Federleinen oder
Filz abgedeckt, die den darüberliegenden Schaum schützen und punktuelle Belastung ableiten.
Der weitere Polsteraufbau auf dieser Grundfederung kann unterschiedlich sein. Er ist sowohl auf der Basis eines Federkernes wie auch auf der Basis einer Schaumstoffkombination möglich.

Federkernaufbauten sind immer mehrschichtig, wobei der Federkern aus einer Kombination von
Spiralfedern aus Stahldraht besteht. Dieser Kern bestimmt die Härte des Sitzes. Die Federn werden mit
Schaumstoff unterschiedlicher Härtegrade abgedeckt. Erst weich und elastisch, dann fest. Die Federkernverarbeitung wird häufig für Polstermöbel mit festen Sitzkissen gewählt.
Schaumstoffaufbauten sind ebenfalls mehrschichtig. Härtere Schichten übernehmen die Tragfähigkeit, während weichere Schichten im Oberbereich für eine weichere Sitzfläche verantwortlich sind. Der Schaumstoffaufbau bestimmt auch das Sitzgefälle. Eine
Vlies-oder Mattenabdeckung bildet den Abschluß des Polsters.

Die kuschelige Oberfläche wird schließlich durch eine weiche Polsterauflage erreicht. Je nach Art ist diese Oberschicht als ein in Kammern genähtes
Daunenkissen ausgebildet oder auch als Polsterschicht aus einer Chemiehohlfaser. Eine Schonschicht aus Watte, Vlies oder Nessel zwischen Polsterung und Bezugsstoff schütz den Stoff vor Durchscheuern.
Bezugstoffe müssen starken Belastungen standhalten. Gute Gebrauchseigenschaften sind hoher Scheuerwiderstand, geringe Druckempfindlichkeit, hohe
Lichtechtheit, geringe Schmutzempfindlichkeit, gutes Reinigungs- und Pflegeverhalten. Entscheidend für die Haltbarkeit sind Webart und textile Rohstoffe. Bei der Webart unterscheidet man drei Möbelstoffarten: gewirkte Stoffe, Flachgewebe und Veloure. Zu den strapazierfähigsten Bezugsstoffen gehören Polyacryl- und
Polyesterveloure. Mohair,
Baumwolle und
Viskose unterliegen schnellerem Verschleiß.
Links